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Bootcamp-Unternehmer (Teil 7): schneider(s)trick – Sylvia Erdmann

Stephanie Ristig-Bresser|Allgemein|2. Dezember 2017

In der heutigen Ausgabe unserer Bootcamp-Serie freuen wir uns, dir das StartUp-Unternehmen schneider(s)trick von  Sylvia Erdmann vorzustellen: Maßgeschneidert und fix selbstgemacht – schneider(s)trick ist die Abkürzung zu maßgeschneiderten Kleidungsstücken aus Strick. Die Online-Plattform bietet regelmäßig neue hochwertige nachhaltige Designs: Strickstoffe mit Bündchen für die Do-It-Yourself-Szene zum einfachen Schneidern von Pullovern, Kleidern und mehr – OHNE zeitintensives Selberstricken. Damit hat Sylvia ein langjähriges Hobby zu ihrem Beruf gemacht und dabei das aufgegriffen, was sie selbst immer vermisst hat: Individuelle Kleidungsstücke rasch anzufertigen, damit es nicht beim halbfertig gestrickten Kleid bleibt… Ihr notwendiges Marketing- und Businesswissen hat sich Sylvia während ihrer langjährigen Tätigkeit als Maklerbetreuerin eines Versicherungsunternehmens angeeignet. Mit dem Bootcamp verfeinert sie diese Kenntnisse.

 

Liebe Sylvia, wir wünschen dir viel Freude und Erfolg mit deinem Unternehmensbaby schneider(s)trick – und dass du in fünf Jahren auf insgesamt 1.000 Abonnent*innen zurückblicken kannst, wie du es dir wünschst!

 

Hier das Interview mit Sylvia:

 

Was ist denn die Geschäftsidee deines Unternehmens?

Mit schneider(s)trick stelle ich nachhaltig produzierte Strickstoffe mit einem hohen Naturfaseranteil für die Do-It-Yourself-Szene her. Ich achte dabei auf hochwertige Qualität zu einem gerechten Preis und mache damit alle zu Gewinnern: Den Menschen, die Natur und das Tier. Nachhaltigkeit ist essentiell wichtig für mich. Aber schaut am besten ins Video, da ist die Idee von Schneiderstrick skizziert: Youtube-Video-Link

 

Welchen Sinn stiftet dein Unternehmen? Welches Problem löst du für deine Kunden?

Für alle die gern Strick tragen, gibt es jetzt eine Abkürzung wie sie das langwierige Selberstricken einfach und unkompliziert machen. Wer kennt ihn nicht: der lange Schal, der nie fertig gestrickt worden ist, oder die halbe Socke, die seit Jahren in der Ecke liegt… Das wird mit den schneider(s)trick-Sets jetzt anders. Weil  das Bündchen bereits angestrickt ist, kann daraus schnell und einfach ein maßgeschneidertes Kleidungsstück entstehen, was kein anderer hat. Der Hobby-Näher hat die Macht, sich von den vorgegebenen Konfektionsgrößen der Industrie (die nie richtig passen) zu verabschieden. Sein Körper darf so individuell sein wie er möchte und er hat jetzt die Möglichkeit sein neues Lieblings-Kleidungsstück an seine individuellen Körpermaße anzupassen. Darüber hinaus stiftet das Selbermachen Sinn und Freude, was die riesige Nähszene beweist.

 

Wie lange bist du mit dem Unternehmen bereits am Markt? Gründest du? Oder gibt es dein Unternehmen schon länger?

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit, ist mein Unternehmen nun seit dem 15.10.2017 unter www.schneiderstrick.de  online. Also ganz frisch am Markt :-)

 

Wie bist du auf deine Unternehmensidee gekommen?

Seit Jahren bin ich selbst Hobby-Näherin und verarbeite mit Vorliebe Strick. Ich wollte schon immer ein eigenes Unternehmen führen, in dem ich meine Eigenschaften und Werte voll ausleben kann. Jetzt mit 47 wollte ich endlich mal etwas tun, was sich nicht nach Arbeit anfühlt. Ich wollte auch sagen können, ich tue was ich liebe. So ist schneider(s)trick zu meinem zweiten ICH geworden und es ist zu meinem persönlichen Ausdruck geworden. schneider(s)trick bin ich. 

 

Welchen (beruflichen) Weg bist du bis hierhin gegangen?

 

Diese Frage ist irgendwie lustig. Ich war wohl 28 Jahre lang auf dem Weg zu meiner Firma schneider(s)trick. Bevor es soweit war, habe ich einen Umweg über die Versicherungsbranche gemacht. So habe ich dort im Aussendienst als Maklerbetreuerin alles gelernt, was mir jetzt im Business hilft. Ich lernte dort, mich selbständig zu organisieren und auf Menschen zuzugehen und vieles mehr. Ich habe halt etwas länger gelernt ;-).

 

Welche Stärken und Schwächen zeichnen dich als Unternehmer*in aus?

Durch den Kurs „The Call“ habe ich gelernt, meine Stärken erst zu sehen und sie zu benennen. Ich kann sehr gut auf Menschen zugehen, ich bleibe an einer Sache dran und ich habe Mut, Dinge auszuprobieren. Durch meinen vorherigen Job habe ich auch ein neues Wort gelernt, es nennt sich Ambiguitätstoleranz und meint auch mal ungewisse Situationen auszuhalten, gepaart mit der Gewissheit, dass das richtige geschehen wird. Darauf hat mich das Leben regelrecht trainiert. Meine Schwächen sind eindeutig meine (noch) nicht vorhandene Liebe zur Ablage, ich fange immer mehrere Aufgaben gleichzeitig an, Steuerunterlagen zusammenzustellen mag ich nicht besonders… und Chipstüten dürfen nicht in meiner Nähe sein 

 

Wie bist du zum Bootcamp gekommen? Was ist deine Motivation?

Durch den humantrust kenne ich das Bootcamp, und einige meiner Freunde haben das Seminar von Veit bereits absolviert und waren begeistert. Meine Motivation ist es, ein gutes Business zu führen mit einem Marketing, was zu mir passt. Dazu passt natürlich die Strategie zu verkaufen OHNE dabei SICH selbst zu verkaufen sehr gut.

 

Was war bisher dein größtes Scheitern (mit dein Unternehmen, aber auch vielleicht davor)? Was hast du daraus gelernt?

Mein größtes Scheitern geschah immer dann, wenn ich etwas festgehalten habe. Dann wurde die Situation starr, und ich habe es verloren. Gelernt habe ich loszulassen und zu vertrauen, dass das richtig ist. Loslassen ist Freiheit für mich geworden und in jungen Jahren war es eine Überlebensstrategie.

 

Welche tollen Erfolge konntest du bisher feiern?

 

Mein Leben ist eines meiner größten Erfolge. Hey, ich habe es geschafft hier zu sein und mitzuspielen.

 

Wo möchtest du mit deinem Unternehmen in fünf Jahren stehen?

 

In 5 Jahren ist mein Unternehmen zu einem mittelständischen Unternehmen herangewachsen, das autark durch seine sehr zufriedenen Mitarbeiter arbeitet. Die Kunden fühlen sich wohl und empfehlen unsere Stoffe weiter. Wir bieten individuelle Strickstoffe an, die sich unsere Kunden selbst designen können. Das  Abo-Modell erfreut sich an dem 1.000 Kunden. Die Firma engagiert sich weiterhin mit Hilfe des Gewinns an sozialen Projekten wie z. B. die Verbesserung der Lebensumstände der Wollproduzenten in den Herkunftsländern uvm.

 

Was wäre das Beste, was dir mit deinem Unternehmen passieren könnte?

Das Beste was mir passieren könnte ist,  dass mich meine  Traumzielgruppe in kurzer Zeit findet und begeistert ist von der Unternehmensphilosophie UND von den Stoffen und wir so zu einer starken Gemeinschaft werden.

 

Welche Aha-Erkenntnisse nimmst du aus dem Bootcamp mit?

Mein größtes Aha-Erlebnis, das sind die Filter. Die Filter sind meine persönliche Befreiung. Ich muss es nicht JEDEN Recht machen wollen und durch die Filter ziehe ich tatsächlich nur noch die Menschen an, die wirklich zu mir und meiner Geschäftsidee passen. 

 

Welche unternehmerischen Tipps hast du auf Lager?

·  Folge der Freude. Nur dann kannst Du wirklich den Einsatz bringen, der ein   
   Unternehmensaufbau erfordert

·  Kenne Dein Ziel und warum Du es erreichen möchtest

·  …und dann geh los…jeden Tag, Schritt für Schritt.

 

Hier ist der direkte Draht zu Sylvia:

 

schneider(s)trick Sylvia Erdmann

www.schneiderstrick.de

www.facebook.com/schneiderstrick.de

sylvia@schneiderstrick.de

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